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Jahreslosung 2020

Ich glaube, hilf meinem Unglauben.
Markus 9,24

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Tageslosung

Mittwoch, 15. Juli 2020
In eines Mannes Herzen sind viele Pläne; aber zustande kommt der Ratschluss des HERRN.

Seminaristen im Chor - bis ca. 1965

Bis 1977 war das Einkehrhaus der Landeskirche, das Stift Urach, Ausbildungsstätte für angehende Theologen aus ganz Württemberg. Die Schüler waren vorher 2 Jahre im Seminar Schöntal und kamen als 17-jährige nach Urach für weitere 2 Jahre. Ihre Ausbildung haben sie hier mit dem Abitur abgeschlossen.

Die Seminaristen betätigten sich in ihrer Freizeit teilweise als Kinderkirchhelfer und Jungscharleiter, als Sänger im Kirchenchor und als Bläser im Posaunenchor. Für alle Gruppen war dies eine Bereicherung.

Wie in der Chronik beschrieben, war der Seminarist Martin Mayer erster Chorleiter des Uracher Posaunenchores.

Der damalige Landesposaunenwart Hermann Mühleisen stellte den Seminaristen nach der Gründung des Posaunenchores vier Instrumente zur Verfügung. Sie konnten damit, sofern sie kein eigenes Instrument besaßen, im Uracher Posaunenchor mitspielen.

 

 

In manchen der ca. 40-köpfigen Promotionen waren bis zu 15 Bläser aus verschiedenen Chören Württembergs dabei. Für den Uracher Chor eine sehr gute Verstärkung, vor allem beim damals häufigen Blasen bei Beerdigungen.

Es war immer eine gute Gemeinschaft, die Seminaristen ließen sich auch gerne in die Bläserfamilien einladen, das Essen war zumindest in der Anfangszeit im Seminar nicht so üppig.

Viele heutige Pfarrer, teilweise inzwischen im Ruhestand, spielten im Uracher  Posaunenchor mit, neben Martin Mayer u.a. Eberhard Renz, Landesbischoff i.R., Hans Kümmel, Prälat i.R.,Gerhard Steiff, Tübinger Stiftskantor, Martin Flöther, ehemals Pfarrer in Dettingen. Vereinzelt bestehen heute noch Verbindungen.

Ab Mitte der 60er Jahre kam die Zeit der Bands und das Interesse am Blasen im Posaunenchor wurde bei den Seminaristen geringer. Aus den beiden letzten Promotionen spielte keiner mehr im Posaunenchor Urach mit.

Wie würde das heute aussehen?

Text: Walter Reichenecker, 2002

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