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Die Stefansmusik - bis heute

Ein alter Bad Uracher Brauch

Seit über 200 Jahren erschallt am 2. Weihnachtsfeiertag, dem Gedenktag für den Erzmärtyrer Stephanus, zu Beginn des Hauptgottesdienstes von der Empore der Amanduskirche feierliche Bläsermusik: die Stefansmusik.

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Diese festlichen Klänge gehören zum Weihnachtsgottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde Bad Urach. Neben Werken alter und neuer Meister erklingt dabei seit vielen Jahren die eigentliche Stefansmusik in Form des Chorals: "Wir treten zum Beten" aus dem Niederlandischen Dankgebet. Die Bearbeitungen der Choräle stammen in der Regel von Uracher Posaunenchormitgliedern.

Für viele Uracher ist diese Musik ein Teil von Weihnachten geworden, obwohl sie eigentlich mit Weihnachten nichts zu tun hat. Sie ist vielmehr ein klingends Denkmal für den reichen Uracher Handelsmann und Bürgermeister Stefan Schwan, gestiftet von dessen Angehörigen rund 100 Jahre nach seinem Tod. Die Angehörigen haben damals bestimmt, dass am Gedenktag für den Namenspatron ihres Vorfahren zu Beginn des Hauptgottesdienstes die Bläsermusik erklingen sollte. Zur Entlohnung der Bläser wurde eine Stiftung errichtet. Das Vermögen dieser Stiftung, aus deren Erträgen die Entlohnung der Musikanten erfolgen sollte, ist durch die Geldentwertung dahingeschmlozen. Trotzdem halten die Uracher an ihrer Stefansmusik fest.
Bis 1952 hat die Stadtkapelle musiziert. Seit knapp 50 Jahren leitet nun der evangelische Posaunenchor den Gottesdienst mit einer feierlichen Intrade ein.

Die Familie Schwan spielte im 17. und 18. Jahrhundert eine bedeutende Rolle im wirtschaftlichen, bürgerlichen und kirchlichen Leben Urachs.
Stefan Schwan wurde im Jahre 1600 in Urach geboren. Gegen Ende des 30jährigen Krieges hat er mit Erfolg versucht, die Leinwandweberei auf der Uracher Alb wieder in Gang zu bringen. Auf seine Initiative geht die Gründung der Leinwandhandels-Compagnie zurück.

Stefan Schwan starb am 11. Mai 1661. Neben einer Stiftung, die Uracher Studenten einen Zuschuss gewährte, hatte er auch an der Gründung der kirchlichen Armenstiftung maßgeblichen Anteil, aus der so mancher Uracher Brot bezog, bis auch diese Stiftung mangels Kapital erlosch. Eine seiner Stiftungen besteht jedoche heute noch: das zierliche Altargitter in der Amanduskriche. Stefan Schwan hatte es zum Friedensfest nach dem 30jährigen Kriege gestiftet.

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